Ciao

Abschiede sind immer schwer. Und leider hatten wir diese Woche einen. Denn  nun ist auch der zweite dänische Mitfreiwillige aus unserer Fundación gegangen. Und damit wären wir wieder nur Italiener und Deutsche in den Häusern. Diesen Abschied habe ich besser mitbekommen als den von der Dänin, die schon an Weihnachten Ibarra verlassen und eine Südamerikatour angetreten hat, denn Andreas hat gemeinsam mit mir in Yuyu 2 gearbeitet. Und so haben wir vorgestern nachmittag eine kleine Feier in unserem Haus veranstaltet, mit Kuchen, Popcorn und Cola, herzwerweichend süßen "Reden" der Kinder und natürlich auch von uns und einigen selbstgemalten und -gebastelten Karten und Bildern für ihn. Es war ein trauriger, aber zugleich auch schöner Moment. Anschließend haben wir noch ein paar Gruppenfotos geschossen, angeblich für ein Tshirt, das noch eben schnell gedruckt werden sollte, das aber, im typischen ecudorianischen Stil, nie bei ihm ankam. Und dann, abends ist er mit dem Bus nach Quito gefahren, wo er gestern dann den Flieger nach Dänemark genommen hat. Und wir bleiben hier, bereits unseren Abschied fürchtend. 

Dieser Abschied von den Dänen war aber nicht der einzige, den wir in den letzten Wochen gefeiert haben. Denn vor fast drei Wochen gab es noch einen, der auf der ganzen Welt gefeiert wird, immer unterschiedlich, aber doch irgendwie gleich. Und zwar ist das der Abschied vom alten Jahr, in diesem Fall: von 2017. Und damit wünsche ich euch hiermit, leider etwas spät, ein frohes neues Jahr 2018, auf dass es mindestens so gut wird wie das Letzte!
Außerdem möchte ich euch ein wenig darüber erzählen, wie wir hier Silvester gefeiert haben.
Da wir Neujahr frei hatten, hatten wir ein langes Wochenende und das haben wir in Montañita gefeiert, eine reine Partystadt an der ecuadorianischen Küste, etwa 2 Stunden Busfahrt von Guayaquil entfernt. Und ich muss sagen, das war eine tolle Entscheidung. Denn außer zwei Partynächten am Strand haben wir auch an einem Surfkurs teilgenommen und uns natürlich am Strand und im Meer in der ecuadorianischen Sonne entspannt.
Als es dann am Sonntag auf Mitternacht zuging (die Neujahrswünsche von Freunden und Familien haben wir natürlich alle schon 6 Stunden früher bekommen 😂), haben wir uns in der Cocktailstraße einen, logisch, Cocktail geholt und sind runter zum Strand gegangen. Leider wurde Leonie ziemlich genau um 12 das Handy in der Menschenmenge geklaut, weshalb es zunächst nicht so ganz ein Neujahrsgefühl war und wir leider auch nicht richtig angestoßen haben. Aber dann gingen die Feuerwerke los und überall am Strand sah man Feuer aufleuchten, denn zum ecuadorianischen Brauch gehört, das año viejo, das alte Jahr in Form einer Stoff- oder Pappmachepuppe zu verbrennen. Und dann kam zum Glück doch wieder Silvesterstimmung auf.
Nachdem wir alle Fotos geschossen und vielleicht auch nochmal den einen oder anderen Neujahrswunsch verschickt haben, haben wir dann aber unsere Sachen auch wieder ins Hostel gebracht und eingeschlossen, damit zwischen den wirklich viiiiielen Menschen, die in dieser Nacht in Montañita unterwegs waren, nicht noch verloren ging, und dann sind wir auch das neue Jahr feiern gegangen.
Am nächsten Morgen mussten wir leider schon relativ früh wieder nach Guayaquil zurück, um noch eine Busfahrkarte nach Ibarra zu bekommen, da wir am Freitag keine kaufen konnten. Und so verbrachten wir den Großteil des 1.1. im Busbahnhof von Guayaquil, aber das hat sich für das Wochenende auf jeden Fall gelohnt, finde ich!
Tierbeobachtungen gab es hier natürlich auch :D











Montañita ist in verschiedene Bereiche eingeteilt. Das hier zum Beispiel ist die Essstraße.


Beim Silvsteressen

Im Hostel


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