Wie alles begann...

So, jetzt habe ich diesen Blog erstellt. Die ersten Einträge habe ich auch schon gemacht. Jetzt wird es aber auch Zeit, dass ich mit meinem ersten "richtigen" Post anfange!
Denn es ist zwar noch nicht viel passiert, aber ein bisschen was dann doch schon. Aber wie hat denn alles überhaupt angefangen?

Schon vor ein paar Jahren habe ich gehört, dass viele sich nach der Schule erstmal eine kleine "Auszeit" nehmen, bevor sie mit dem Studium oder einer Ausbildung oder Ähnlichem beginnen und dass nicht wenige davon für ein Jahr ins Ausland gehen. Da ich sehr gerne reise, stand für mich von da an fest: "Das mach ich!"
Nur war ich mir nicht ganz sicher, was ich im Ausland überhaupt machen wollte. Viele machen ja Work & Travel oder gehen als Au-Pair irgendwohin und größtenteils wurde auch auf diversen Veranstaltungen über solche Dinge geredet. Von einem Freiwilligendienst sagte eigentlich nie jemand was. Da ich gerne etwas mit Kindern machen wollte, dachte ich zuerst über ein Jahr als Au-Pair nach. Dann allerdings erfuhr ich von "weltwärts" und der Möglichkeit, einen Freiwilligendienst zu machen. Und irgendwie war das dann doch deutlich interessanter für mich als ein Jahr Au-Pair.

Neben den Tatsachen, dass man etwas von der Welt sieht, ja in einem fremden Land lebt und arbeitet, die Kultur dort genauer kennenlernt als nur beispielsweise beim Work & Travel und auch, dass man mit Kindern arbeiten kann, wenn man sich in den entsprechenden Projekten bewirbt, kann man nämlich beim Freiwilligendienst, anders als beim Au-Pair-Programm, noch Menschen helfen. Man kümmert sich nicht um irgendwelche reichen Kinder, sondern man hilft dabei anderen Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Kindern zu helfen. Und unter Anderem darum fiel meine Entscheidung letzten Endes auf einen Freiwilligendienst.

Dann hieß es erstmal recherchieren. Ich musste eine Organisation finden, bei der ich mich bewerben würde. Und angesichts der wirklich großen Auswahl war das gar nicht so einfach.
Nach einigen Bewerbungen (und Absagen beiderseits) saß ich schließlich Anfang März 2017 im Zug nach München, zum Auswahlseminar der Ecuador Connection. Wir waren eine relativ kleine Gruppe von vier Leuten, ein fünfter hatte wohl kurz vorher abgesagt.
Und nach einigen Aufgaben, während derer wir uns und unsere Idee von Ecuador vorstellten, gemeinsam ein Rätsel lösten und noch einiges mehr, einem Skypegespräch mit der Einsatzstelle in Ibarra und Einzelgesprächen ging es am Abend auch schon wieder nach Hause. Und dann begann das Warten. Doch diesmal dauerte das (im Gegensatz zum Großteil der anderen Organisationen und Projekten, bei denen ich mich beworben hatte) gar nicht so lange. Nur 3 Tage später bekam ich die Zusage. Ich war gerade auf dem Weg zum Bus von der Schule nach Hause, als ich die Email las. Am liebsten wäre ich schreiend wieder zurück in die Schule gelaufen und hätte allen dort erzählt, was ich gerade für eine Nachricht bekommen habe. Aber weil ich meinen Bus nicht verpassen wollte, musste ich die ganze lange Busfahrt aushalten, bis ich mich zuhause "richtig" freuen konnte. Im Bus hatte ich bereits meinen Eltern und den wichtigsten Freunden geschrieben, aber ich wollte es gerne einmal jemandem sagen, es aussprechen, dass ich für ein Jahr nach Ecuador gehen würde, und so musste sich eben unser Hund anhören, wie sehr ich mich darüber freute, weil sonst keiner da war. Ich glaube aber, die Nachricht ging ihr in dem Moment nicht besonders nahe... :D
Naja, zurück zum Wesentlichen. Nachdem ich also auch meinerseits der Ecuador Connection für einen Freiwilligendienst in Ibarra zugesagt hatte, kehrte erst einmal Ruhe in die Sache ein. Mich interessierte, ob die anderen drei vom Auswahlseminar auch genommen wurden, hatte aber keine Möglichkeit, sie zu erreichen. Irgendwann würde Heiko, unsere Kontaktperson in Sachen Freiwilligendienst, uns schon mitteilen, wer nun alles nach Ecuador gehen würde. Dieses "Irgendwann" ließ dann auch nicht lange auf sich warten: Nicht ganz eine Woche nach der Zusage bekam ich die Mail, dass tatsächlich wir vier genommen wurden und bisher drei von uns auch zugesagt hatten. Die letzte Zusage kam dann aber auch ein paar Tage später. In der Mail standen auch die Emailadressen der Anderen und so eröffneten wir nach Austausch der Handynummern eine WhatsApp-Gruppe, in der wir uns bereits über erste Unklarheiten etc. austauschen konnten.

Mittlerweile habe ich auch meinen weltwärts-Vertrag schon unterschrieben und nach einigem Hin und Her haben wir auch einen Termin für unser 10-tägiges Vorbereitungsseminar im Sommer gefunden. Da werden wir dann auch die Freiwilligen kennenlernen, die nach Quito, in das andere Projekt der Ecuador Connection fahren. Wir vier in Ibarra kennen uns ja schon, aber auch wir werden uns dort wahrscheinlich besser kennenlernen können. Vor allen Dingen aber werden wir dort auf unser Freiwilligenjahr vorbereitet. Auf die ecuadorianische Kultur und das Leben dort, die Arbeit in den Einsatzstellen und so weiter.

Jetzt heißt es für mich erstmal wieder warten auf weitere Infos und Spenden sammeln.
Und natürlich, was in meinem Leben gerade auch sehr wichtig ist, mein Abitur zuende machen. Ist zum Glück "nur noch" die mündliche Prüfung, aber auch die reicht mir schon...
Naja, ich denke das reicht jetzt erstmal. Ich melde mich wieder, wenn ich neue Infos habe. Bis dahin sage ich allen hasta luego, bis später!

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